Schatzsuche in der Natur

Schatzsuche in der Natur
Kinderferienprogramm der NaturFreunde


Geocaching im Grötzinger Wald am Freitag, 5.9.2014.

Ausgestattet mit GPS-Geräten (GPS = Global Positioning System), bequemen Schuhen und guter Laune machten sich zehn Kinder bei schönstem Wetter auf die Suche nach dem „versteckten“ NaturFreundehaus. Vom Feuerwehrhaus aus startete die moderne Schnitzeljagd.

Nacheinander wurden an Zwischenstationen wie Schildern, Sitzbänken oder Bäumen kleine Rätsel gelöst, daraus neue Koordinaten berechnet und ins GPS-Gerät eingegeben. Dann folgt man der Navigation bis zum nächsten Rätsel – so funktioniert das Geocaching (ausgesprochen „Geokäsching“).

Als die Gruppe das NaturFreundehaus erreichte, gab es zur Stärkung Brezeln und Apfelsaftschorle - erstmal ausruhen! Doch das war’s noch nicht. Als nächstes galt es, den Schatz zu finden.

Also los! Weiter in den Wald hinein, über den Otto-Fikentscher-Weg, an der Akazie des Baumlehrpfads vorbei - überall gab es Rätsel zu lösen. Nachdem der Schatz gefunden war (eine große Truhe voller kleiner Leckereien) begaben sich die Kinder, müde und stolz, mit ihrer Beute auf den Heimweg. MZw

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Kinderferienprogramm

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Mundartabend bei den NaturFreunden

Mundartabend bei den NaturFreunden 

Am Freitag, den 08.11.13, gab es im Naturfreundehaus einen amüsanten Mundartabend.

Zunächst gab es interessante Informationen darüber, wie sich die Karlsruher Mundart überhaupt entwickelt hat. 

Es wurde der Frage nachgegangen, was den Karlsruher Dialekt beeinflusst hat und woher die Begriffe stammen. Danach konnten die Anwesenden sich selber testen. Wer kennt noch die "alten" Bezeichnungen für Ackersalat, sauren/minderwertigen Wein oder Tannenzapfen? Wer weiß, was die Namen "Bobbescheeß", "Giggl", "Zingge" oder "en Keidel" bedeuten. Wie viel ist "e Lappvoll" oder "e mugge seggele". Da wurde viel geraten und gestaunt. Selbst die ältere Generation war sich bei dem einen oder anderen Begriff nicht mehr sicher oder in der Bedeutung nicht ganz einig.Einig waren sich aber alle darüber, dass die Mundart vieles besser und treffender auszudrücken weiß als unsere hochdeutsche Sprache.

Der Dialekt bringt Gefühl in das gesprochene Wort und hat seinen ganz speziellen Charme. Insofern wäre es extrem schade, wenn die Karlsruher Mundart in Vergessenheit gerät und nicht mehr gesprochen wird. Die Naturfreunde möchten deshalb ein bisschen dazu beitragen, dass man sich wieder erinnert oder als "Reigschmeckter" die alte Karlsruher Mundart kennenlernt. Insofern wird es sicher eine Wiederholung dieses lustigen und interessanten Abends geben.

Auflösung zu den Begriffen: Ackersalat sind Sonnewerwelen, saurer/minderwertiger Wein ist ein Simsekräbsler, Tannenzapfen sind Hobbelen. E Bobbescheeß ist ein Kinderwagen, en Giggl ist ein Hahn. Der Zingge ist die Nase und en Keidel bezeichnet den letzten Kanten Brot. E Lappvoll ist ein Mund voll und e mugge seggele steht für ein kleines bisschen.

Heike Jung

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100 Jahre NaturFreunde Grötzingen

100 Jahre NaturFreunde Grötzingen sind ein stolzer Abschnitt in der Vereinsgeschichte.

Es gibt Anlass innezuhalten, zurückzuschauen und den Versuch zu wagen, diesen Zeitraum noch einmal lebendig werden zu lassen. Es gilt noch einmal an die Ursprungsideen der NaturFreunde zu erinnern und an die Frauen und Männer, die diese Ideen der internationalen Naturfreundebewegung auch in Grötzingen zur Tat werden ließen, die arbeitenden Menschen aus ihrer damals trostlosen Lage durch die Natur zu befreien.

Dies kommt aus dem nachstehenden Lied des ehemaligen NaturFreunde-Präsidenten und österreichischen Nationalrats Karl Volkert zum Ausdruck: 

Hinaus in die Natur

Wenn uns nach langer Plagen die goldne Freiheit lacht, dann ziehts uns früh am Tage hinaus mit aller Macht. Wir lassen unsre Sorgen weit hinter uns zurück, ziehn in den jungen Morgen mit sehnsuchtsvollem Blick.
Verlassen sind die Bahnen der alten Unkultur, uns lockt ein stummes Mahnen hinaus in die Natur. Wir wandern dort und finden Gesundheit, klaren Sinn und Kraft zu überwinden der Feinde heiß Bemühn.  

Im Januar 2009 beauftragte uns die Vereinsleitung mit der Erstellung der nun vorliegenden Festschrift zum 100-jährigen Bestehen unseres Vereines. Wir interviewten Naturfreundezeitzeugen und hielten dies in Bild und Ton fest. Alte Fotografien wurden zusammengetragen und dokumentiert. Protokollbücher, Zeitungsberichte und Naturfreundeschriften wurden ausgewertet und die Privatsammlungen von Wilhelm Kumm und Herbert Schweizer zu einem kleinen NaturFreunde-Archiv zusammengeführt. Eine wesentliche Quelle für die vorliegende NaturFreunde-Chronik war die Festrede von Charlotte Ebendt, gehalten aus Anlass des 70-jährigen Bestehens der Ortsgruppe. Weitere wertvolle Unterlagen erhielten wir von Harro Leverkus, Peter Schöffler und Rolf Dorner. 

Bei allen, die uns beim Erstellen dieser Festschrift unterstützt haben, bedanken wir uns mit unserem NaturFreunde Gruß: BERG FREI 

Volker Ebendt  Udo Nowotny 

 

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Spätsommer in den Vogesen 2012

„Spätsommer in den Hochvogesen"
Das diesjährige Wanderwochenende verbrachten die Naturfreunde Grötzingen in den südlichen Hochvogesen. Wurden in den vergangenen Jahren der Schwarzwald, die Mittelvogesen, die Pfälzer Berge, die Rhön und die Schwäbische Alb ausgewählt, so freuten wir uns alle, mal wieder in den Vogesen zu wandern. Als Wanderziel hatte unser langjähriger Wanderleiter Harald Dunke die in 930 m Höhe gelegene Ferme-Auberge du Gresson unterhalb des Charbonniers/Ballon dAllsace ausgewählt (Anfahrt über die A5 nach Mühlhouse, Richtung Beiford, Abzweig ins Dollertal zum Parkplatz Lachtelweier)
Blauer Himmel, Sonnenschein und die Wanderung konnte mit einem leichten Anstieg zur Ferme-Auberge Lochberg auf 900 m Höhe beginnen. Hier genossen wir unsere Frühstückspause mit Blick auf die herrliche Landschaft. Freilaufende Ziegen und Schweine belebten den Berggasthof, dessen Speisekarte die Erzeugnisse aus der Region wiederspiegelten. Auf dem Höhenweg GR5 ging es stets bergauf und so manche Schweißperle rann unter dem Rucksack hervor. Die Wege und Pfade waren in ihrer Art, Form sowie Bodenbeschaffenheit von der Alpenwiese bis zum Felsenpfad sehr vielfältig. Alte Grenzsteine mit den Initialen „Fund D" erinnerten an den ehemaligen Grenzverlauf nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg waren noch zu erkennen.

Laubwälder und Almwiesen mit Weidebuchen und den Kühen sind typisch für die Vogesen und beleben die Sinne beim Wan-dern. Nicht zu vergessen der rote Fingerhut, die Farne, Moose, Gräser und kleine Blumen auf den Matten. Gleitschirmflieger rannten den Hang hinunter, um durch die Thermik wie ein Vogel über dem Dollertal zu kreisen. Nach einer sonnigen Mittagspause auf der Terrasse der Ferme-Auberge de Ballon dAlsace, galt es die letzten Höhenmeter zum Gipfel (1247 m) des südwestlichsten der drei Vogesen-Belchen zu erklimmen. Hier hatten wir einen grandiosen Panoramablick. Unübersehbar wurden die schneebedeckten Eiger, Mönch und Jungfrau in den Berner Alpen erkannt. Der weitere Pfad führte uns durch einen schattenspendenden Wald mit teils steilern Abstieg durch herumliegende, große Felsbrocken. Trat man aus dem Wald heraus, leuchtete die rotviolelte Besenheide in der Mittagssonne. Der Ginster, die Heidelbeere und die Birke hatten sich auch eingefunden. Nach 7,5 Std. erreichten wir unser Wanderziel, die Ferme-Auberge du Gresson (950m). Ein Juwel unter den Berggasthöfen, der von der Wirtsfamilie mit „Herzblut" geführt und gepflegt wird. Vogesenrinder mit den Grundfarben Schwarz und Weiß, eine vom Aussterben bedrohte alte Haustierart, begrüßten uns mit ihrem Glockengeläut. Im Freien genossen wir unsere französischen Erfrischungsgetränke, bevor in der urigen Gaststube das 5 Gang Menü serviert wurde. Beim gemütlichen Beisammensein machten Fotoalben die Runde und man erinnerte sich an erlebnisreiche Wochenendtouren und lustige Anekdoten der vergangenen Jahre.
Gegen 6 Uhr früh am nächsten Morgen zeigten sich die ersten Sonnenstrahlen über den Bergkämmen, Sommerblumen und saftiges Gras verbreiteten ihren Duft. Das abwechslungsreiche Frühstück servierte uns die Wirtin auf der Terrasse. So konnten wir wohl gestärkt die Rückwanderung beginnen. Durch das Isenbachtal stiegen wir zum Lac d.Alfeld (Stausee) ab. Der Pfad schlängelte sich an einem Kaskadenwasserfall entlang bis zum Lac Sewen, an dem wir eine Rast einlegten. Das gleichnamige Dorf war rasch durchguert jedoch die Serpentinen des Dollertals hoch zum Breitenstein wollten nie enden! Am Nachmittag erreichten wir die Ferme-Auberge Lochberg und ließen dort ein beeindruckendes, sonniges und geselliges Wanderwochenende im „Parc Regional des Ballons des Voges" miteinander ausklingen.
Herzlichen Dank von uns allen an Harald, dem es wieder einmal gelungen war, ein tolles Wanderwochenende mit „Natur pur-Feeling" zu organisieren.  

Berg frei     LZ

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