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Jahreshauptversammlung am 9.3.2018

Baumpflanzaktion am NaturFreundehaus Grötzingen

Sonntag, 04. Februar 2018
Baumpflanzaktion am NaturFreundehaus Grötzingen
anlässlich 75. Geburtstag Volker Ebendt.
 
Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
es freut mich sehr, dass ihr meiner Einladung so zahlreich gefolgt seid.
Aus bekanntem Anlass will ich heute mit euch zusammen eine  ESSKASTANIE pflanzen.
Der Leiter des Forstamtes, Herr Ulrich Kienzler, charakterisierte dies Baum des Jahres 2018 wie folgt:
er ist eine mächtige Erscheinung
Er bringt leckere Früchte
Er ist Gewinner im Klimawandel
Somit  ist dieser Baum symbolhaft nicht nur ein Sauerstoff-, Holz- und Früchtespender, sondern auch ein „pflanzlicher Partner“ für die Menschen beim Kampf gegen den Klimawandel.
 

Gestattet mir deshalb ein paar grundsätzliche Gedanken zum KLIMASCHUTZ im Großen wie im Kleinen:
„Zu den großen Herausforderungen unserer schnell zusammenwachsenden Welt gehört der Schutz der Erdatmosphäre. Der Klimawandel entscheidet nicht nur über Frieden und Lebensqualität künftiger Generationen, sondern führt in vielen Erdregionen schon heute durch die Ausbreitung von Wüsten, Austrocknung der Flüsse, Zunahme von Sturmfluten und Zerstörung der Wälder zu humanitären Katastrophen.
Nur wenn die Erderwärmung schnell und dauerhaft gestoppt wird, werden wir unserer Verantwortung gerecht – national und international“.
Mit diesen Sätzen hat Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier die derzeitige Situation unseres „RAUMSCHIFFES ERDE „ beschrieben.

Doch der Klimaschutz braucht nicht nur nationale und internationale Maßnahmen, sondern viele kleine lokale und grenzüberschreitende Projekte, wenn der Kampf gegen die Zerstörung unserer Lebensbedingungen gewonnen werden soll. Alle Maßnahmen müssen von unten wachsen wie ein Baum, der die Kraft aus seinen Wurzeln zieht,  denn nur dann wird das Handeln ein gemeinsames Handeln.
Fangen wir darum bei uns selbst an, helfen wir mit in Vereinen und in unserer Gemeinde und bei uns privat.
Ändern wir die Richtung. Unterstützen wir die Stadt Karlsruhe bei der strategischen Neuausrichtung ihrer Klimaschutzarbeit. Arbeiten wir mit, dass die gesteckten Ziele des Karlsruher Klimaschutzkonzeptes realisiert werden.

Hören wir mit unserer Unterstützung nicht an unseren Stadtteilgrenzen auf, sondern versuchen wir beispielsweise wie die NaturFreunde Berghausen, Projektpartner in Afrika in ihrem Handeln gegen den Klimawandel zu unterstützen. Denn obwohl dieser Kontinent den geringsten Anteil an der Verursachung des Klimawandels hat, ist er mit am stärksten betroffen von den Folgen.
Von dort werden sich, wenn die Erderwärmung nicht schnell gestoppt wird, die nächsten großen Flüchtlingsströme in Richtung Europa aufmachen – so die mahnenden Worte unseres Bundespräsidenten.
 
Nun darf ich Detlef Stutter von den NF Grötzingen und Paul Mehrer von den NF Berghausen zu mir bitten.
 
Lieber Detlef, lieber Paul,
ich möchte meinen kleinen persönlichen Beitrag zur Klimaschutzarbeit leisten.
Zum einen mit der heutigen Pflanzung des Baum des Jahres 2018 beim NF-Haus Grötzingen 
Möge der Esskastanienbaum genauso gut wachsen und gedeihen wie der anlässlich meines 70. Geburtstag vor 5 Jahren gesetzte Wildapfelbaum und mögen all unsere Wünsche für eine „naturFreundliche Welt“ in Erfüllung gehen.
Darüberhinaus  möchte ich den Grötzinger NaturFreunden einen kleinen finanziellen Grundstock für die Einrichtung eines möglichen  „KLIMA-INFO-PUNKTES“  hier bei unserem Haus überreichen.
In Zusammenarbeit mit der Ortsverwaltung und dem benachbarten Institut könnten sich hier  künftig die vielen Besucher über das Thema Klima und Klimaschutz informieren.
Unseren  NaturFreunden in  Berghausen  möchte ich eine kleine monetäre Hilfe für ihre hervorragende Projektpartnerschaft mit Kidira, Senegal überreichen
Übrigens....für Interessierte:  Flyer zu dem Projekt liegen auf den Tischen zum nachlesen bereit und eine kleine Spendenbox freut sich über weitere Unterstützung.
Zum Schluss möchte ich  meinen  ganz besonderen Dank an Andreas Siegele aussprechen, der die Pflanzaktion so wunderbar vorbereitet hat und mit uns nun gleich durchführen wird.
Ebenso geht ein herzliches Danke an  Kurt Fischer, an die  Grötzinger NaturFreunde, hier besonders an Detlef und Regina, sowie an Margarete Erb und das  Küchenteam, die für unser leibliches Wohl sorgen.
Vielen Dank

Baumpflanzaktion Volker Ebendt, 4.2.18

Christbaumversteigerung, 6.1.18

Ausflug nach Koblenz am 23.9.17

Hort am Naturfreundehaus

1 Hort am NF Haus

Bericht Sonnwendfeier 17.6.2017

Sonnwendfeier der NaturFreunde Grötzingen:

Natur und Menschenrechte gibt es nicht zum Nulltarif!

Mit enormem Publikumszuspruch feierten die NaturFreunde Grötzingen am 17. Juni ihre Sonnwendfeier beim Haus auf dem Knittelberg.

Für die Organisation durch den Freundeskreis der Naturfreunde setzte sich Margarete Erb den leitenden Hut auf, wie bereits seit Jahren. Bibeleskäs, Bier, Wein Wurst und Weck, Kaffee und Kuchen und selbstverständlich die bereits vertraute, mitreißende Begleitung der Louisiana V-Kings tat ihr Übriges, damit obendrein musikalischer Schwung ins Fest kam.

Rhythmus und Percussion, made by „Trommelfeuer“ ergänzte das leuchtende, warme Feuer der Sonnwendfeier. Führungen auf den Berg hinauf und besonders die nächtliche Fackelwanderung ins Tal hinab nach der imposanten Feier begeisterten einmal mehr Groß und Klein.

Im Blickpunkt des jährlichen Ereignisses steht die Feuerrede.

Detlef Stutter, in Personalunion Vorsitzender der Grötzinger NaturFreunde und Feuerredner des Jahres 2017, griff aktuelle politische Themen auf. Die Flüchtlingswelle sei ein Thema der großen Herausforderung. „Ich glaube, niemand verlässt seine Heimat einfach so.“ Es gäbe viele zwingende Gründe: Hunger, Krieg, und wirtschaftliche Not. Die Grenzen einfach dicht zu machen werde nicht helfen. Nur Hilfe zu einem menschenwürdigen Leben in den Heimatländern ist nach Stutters Sicht sinnvoll: „Und da dürfen wir uns nichts vormachen – das gibt es nicht zum Nulltarif!“ Gerechtigkeit und Renten in Deutschland beschäftigten den Redner ebenso: „Es ist ein Unding, dass immer mehr Rentner in die Falle der Altersarmut geraten! Wenn man 45 Jahre gearbeitet hat und in Zukunft nur noch 44 Prozent eines durchschnittlichen Monatseinkommens als Rente erhält, ist das ein Skandal!“ Die paritätische Finanzierung der Krankenversicherung und Steuergerechtigkeit müssten wieder hergestellt werden. Bei den NaturFreunden zuhause: Das Umwelt- und Gerechtigkeitsthema Energiewende. „Die Konzerne haben Milliarden mit dem Atomstrom verdient, aber zahlen fürs Endlager muss der Steuerzahler!“ Auch die NaturFreunde sind aufgefordert, sich einzumischen.

Weil die aktive Kinder- und Jugendarbeit im Fokus der Naturfreunde steht, besetzt der Nachwuchs auch die erste Stelle bei der Sonnwendfeier. Mit dem Umweltdetektivmobil transportiert Dieter Müller Naturkunde, Spannung und Anschauungsmaterial auf den Knittelberg und alle lauschen fasziniert seinen Ausführungen „den Wald erleben, den Wald verstehen“. „Wir lernen hier was“, freuen sich die Ortschaftsrätinnen und NaturFreundinnen Veronika Pepper und Regina Stutter, die sich zu den Jugendlichen gesellt haben und ebenso fasziniert wie die Jungen dem Umweltpädagogen Müller zuhören. Bäume, Blätter, Samen und Früchte oder die Frage danach, ob sich Pflanzen miteinander verständigen können, füllen den Themenkreis. Dann rüstet sich der Trupp der jungen Detektive um Gruppenleiterin Nina Christochowitz zur Waldexkursion. Ausgerüstet mit Schaufeln, Lupen und Gläsern geht es ab in den Wald. Asseln, Vielfüßler, Käfer und Spinnen werden kurzfristig in die modernen Botanisiertrommeln Dieter Müllers verlegt, um später in Ruhe betrachtet und bestimmt zu werden: Aufregend!

„Die NaturFreunde sind mit ihren knapp 300 Mitgliedern ein sehr lebendiger Verein in Grötzingen“, berichtet Detlef Stutter. Über 70 Hausdienstler machten möglich, dass das Haus auf dem Knittelberg den Bürgerinnen und Bürgern verlässlich offen steht. Ehrenamtliche leiten Seniorenarbeit, Wandergruppe, Fotogruppe, Frauen- und Männergruppe: Für jeden ein Angebot! „Ganz besonders freue ich mich über die aktive Kinder- und Jugendarbeit!“ In diesem Sinn begleiteten die Jugendlichen als Fackelträger die Feuerrede und den Zug zum Holzstoß: Berg frei!
NFG

Workshop